Über das Buch

"Wer Erlebnisse sucht, Abenteuer verlangt, Sensationen sich erhofft, der wird im Schatten gehen müssen."

Curt Morecks Bestseller aus dem Jahr 1931 führt den Leser mitten hinein in die pulsierende Metropole Berlin auf dem Höhepunkt der "Goldenen Zwanziger". Kurz vor Ende der Weimarer Republik nimmt der Journalist Curt Moreck den neugierigen Berlin-Besucher an die Hand und zeigt ihm die Hotspots des damaligen Nachtlebens. In sagenumwobene Varietés und Tanzpaläste, in Vergnügungsparks und Kaffeehäuser, in angesagte Bars, Kaschemmen und Schwulenkneipen, aber auch an Orte der Prostitution und des Verbrechens.

Die erweitere Neuausgabe des Klassikers ist mit historischen Fotos berreichert.

ISBN: 978-3-89809-149-7
Ein Literarisches Schienennetz

Ein Literarisches Schienennetz
Dieses Buch wurde den Kunden der Deutschen Bahn von Lit Cities empfohlen. Gute Fahrt!

Du denkst an Berlin? 

Eine Weltstadt, ein Moloch - Menschen in der Dämmerung, die durch die Straßen streifen,  Nachtfalter, flackerndes Licht der Kinos, auf ein Bier an die Theke der Kiez-Bar, Plaketten studieren der Dichter und Schauspieler, die hier lebten, damals, in den Roaring Twenties, als Berlin noch Gold, nicht Braun, war. Und während Du gehst, stolperst und staunst, vermischt sich das Jetzt und das Gestern. Das Besondere liegt einmal um die Ecke, immer unter der Oberfläche. Die ganze Stadt ein Netz. Die ganze Stadt ein Ereignis. Ein Geflecht aus Lebensadern, ein Strom aus Geschichten. Ein Stadtplan zu diesem Lebensgefühl, wenn auch 1931 verfasst, ist: Curt Moreck „Ein Führer durch das lasterhafte Berlin. Das deutsche Babylon“.

Moreck war einer der erfolgreichsten Romanautoren Deutschlands, während der Zeit des Nationalsozialismus waren seine Bücher verboten, nach 1945 konnte er nicht mehr an die Erfolge von damals anknüpfen. Sein Stadtführer zeigt Bars, Varietés, Kinos und Bühnen aller Couleur, erfasst den brodelnden Vulkan zwischen Sonnenuntergang und Aufgang. 

Auch wenn 90 Jahre vergangen sind zwischen Erscheinen des Buches und dem heutigen Stadtbild Berlins, hat sich im Kern so viel nicht geändert. Wer heute nach Berlin kommt, verfällt ja auch noch in Nostalgie und denkt an Kunst – Kultur – Ausgehen – Vibration – Glühwürmchendasein – Vergnügen.

Natürlich findet man die genannten Orte an den Adressen so nicht mehr. Ich empfehle Euch das Büchlein wegen der Atmosphäre, dem Bilder- und Geruchsreichtum, der in einem aufsteigt. Morecks Buch ist Klang, ist Farbe – bereitet vor und stimmt ein. 
Der Schreibstil reiß mit und wie ein Rezensent sagte „Eine Sprache, die perlt wie Champagner.“    

Diandra Donecker

Diandra Donecker

Kunsthistorikerin

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