Zenos Gewissen

Italo Svevo

Über das Buch

Zeno Cosini ist der Antiheld von Italo Svevos "La coscienza di Zeno". In seiner Heimatstadt Triest schreibt der 57-Jährige Ich-Erzähler, der sich an seiner Umwelt krank fühlt, seine Lebensgeschichte auf, nachdem ihm sein Psychoanalytiker Doktor S. dazu riet. In einer selbstironisierenden Erzählung gewinnt der Protagonist den glücklosen Ereignissen stets eine komische Seite ab.

"Im Unterschied zu anderen Krankheiten ist das Leben immer tödlich", sinniert Zeno Cosini. Allen Widrigkeiten sucht er mit Verstand und Witz zu trotzen. Seine guten Vorsätze aber lösen sich immer wieder in Luft auf. Seit Ewigkeiten will er das Rauchen aufgeben. Seine Frau heiratete er nur, weil ihre beiden Schwestern ihm in derselben Nacht einen Korb gegeben haben. Und das Beste daran: Er wird glücklich mit ihr! Vielleicht auch dank seiner Geliebten.

Italo Svevo, "der italienische Schwabe", ist das Pseudonym des 1861 in Triest geborenen Ettore Schmitz. In seinen Romanen nahm er Freud vorweg - und wurde daher zunächst verkannt. James Joyce, damals noch unbekannt, hat Italo Svevo nach zwei erfolglosen Romanen zu diesem dritten Versuch ermutigt. Entstanden ist eine grandiose Parodie auf die Psychoanalyse, noch bevor sie populär wurde. 

Fun Fact: L.Z. in der deutschen Übersetzung steht für la "ultima sigaretta". Abgekürzt US. Zufall? Svevo kalauert "US steht nicht für United States". Und sowieso, googled mal James Joyce und Italo Svevo.

ISBN: 978-3-257-24043-6

Als ich Italo Svevo's La coscienza di Zeno zum ersten Mal las, wusste ich sofort: ich muss nach Trieste! Bevor ich es überhaupt fertig gelesen hatte, war ich auch schon dort.

Milen Till

Milen Till

Künstler

Triest

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