Buchempfehlungen
für Berlin

Blutsbrüder

Ernst Haffner
Der brutale Mitte Roman im Berlin der Weltwirtschaftskrise. Eine Milieureportage des Alltags einer Jugendbande im Klima der Armut und der Angst.

Wer heute in Berlin Mitte über Hipster, Schwaben und das Chicken Buzz jammert, wird schon Recht haben, mit seiner Nostalgie aber kaum diese Zeiten meinen: In Blutsbrüder marodieren am Vorabend der Machtergreifung Jugendbanden durch das von der Weltwirtschaftkrise gebeutelte Mitte. Aufgezeichnet von einem Sozialarbeiter, keine grosse Literatur, aber ein spannendes Zeitdokument. 

Lukas Kubina

Lukas Kubina

Autor

Herr Lehmann

Sven Regener
Auf den Fersen des charmanten Protagonisten, begibt man sich auf eine ungewöhnliche Reise durch den Mikrokosmos des Berliner Stadtviertels Kreuzberg.

Kreuzberg kurz vor der Wende war ziemlich sicher genau so, wie es Regener in Herr Lehmann beschreibt. Und ist es teilweise heute immer noch: Beim Lesen des Buches fühle ich mich, als säße ich gerade in der Kneipe Schlawinchen beim dritten Bier. 

Amelie Kahl

Amelie Kahl

Autorin

Die Provinz. Kritik einer Lebensform.

Carl Amery (Hg.)
Was denken wir, wenn wir an "die Provinz" denken? Carl Amery ist dieser Frage schon 1966 in einem Essayband nachgegangen.
Kein Roman, aber dieser Essayband spricht mir aus dem Herz und beschreibt so ziemlich jede Zusammenrottung in Deutschland von Berlin bis Lederhose, Kiel bis Tölz, Mühlheim an der Ruhr bis Giessen par excellence! Fazit: Die deutsche Gesellschaft der 1960er Jahren ist der heutigen recht nah... Provinzpisser, wo immer du hinblickst ... weiterlesen
Mirko Hecktor

Mirko Hecktor

Kulturmensch

Der lange Weg nach Mitte: Der Sound und die Stadt

Diedrich Diederichsen
Geschlagen zieht die Gegenkultur nach Haus, meint Poptheoretiker Diedrich Diederichsen. Sein Buch ist ein Abgesang auf die Popmusik als gesellschaftsverändernde Kraft. Im neuen Berlin soll alles zu Ende gegangen sein.

Jeder stirbt für sich allein

Hans Fallada
Die tragische Geschichte eines Ehepaars im Widerstand gegen die Nazis. Falladas letztes Buch.

Spazieren in Berlin

Franz Hessel
Eine Anleitung zum Flanieren in Berlin. Die Ästhetik des urbanen Wanderers verbindet sich mit dem Aufruf, die Stadt als sozialen Raum zu erschließen.

Der traurige Gast

Matthias Nawrat
Ein episodisches Berlin Porträt, der eine ideale Balance zwischen Fiktion und historischer Wahrheit in einem Flaneur-Roman verbindet, der von Identitätssuche, Trauer und Weltschmerz geprägt ist.

Lost and Sound: Techno and the Easyjetset

Tobias Rapp
Ein instruktives Porträt des Berliner Nachtlebens der Nullerjahre. Techno war in den Underground zurückgekehrt, von wo aus er den internationalen Easyjetset anzieht und seine Clubszene eine wichtige Wirtschaftskraft der Stadt wird.

Das Hohe Haus

Roger Willemsen
Das Handbuch zum politischen Berlin. Und zur aktuellen parlamentarischen Kultur in der BRD.

Emil und die Detektive

Erich Kästner
Der zwölfjährige Emil fährt in den Ferien nach Berlin. Bei sich hat er 140 Mark für seine Großmutter. Doch das Geld wird ihm im Zug heimtückisch entwendet. In der Großstadt angekommen, jagt Emil dem Ganoven hinterher.

Das weisse Buch

Rafael Horzon
Das Weisse Buch ist ein Schelmenroman über die Berliner Szene, einen unerträglich leichtsinnigen Luftikus, den man auch tatsächlich auf der Torstrasse erwischen kann, und über die unwahrscheinlichsten Dinge, die so stattgefunden haben.

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